EU-weites Pilotprojekt prüft die Ablösung gedruckter Beilagen durch digitale Lösungen – mit Fokus auf die Übertragbarkeit auf Deutschland.
In 14 europäischen Ländern laufen derzeit Pilotprojekte, die einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung der Arzneimittelinformation markieren: In der klinischen Versorgung werden gedruckte Packungsbeilagen testweise durch digitale Versionen ersetzt. Ziel ist es zu zeigen, dass die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung durch diesen Wechsel nicht beeinträchtigt werden.
Das Teilprojekt „Krankenhauspilot“ ist Bestandteil des diGItal-Projekts und untersucht, inwieweit die europaweit gewonnenen Erkenntnisse auf die Versorgungssituation in Deutschland übertragbar sind. Die Pilotvorhaben in allen beteiligten EU-Ländern erfolgen mit Unterstützung der Europäischen Kommission sowie der jeweils zuständigen nationalen Ministerien und Behörden.
Digitale Bereitstellung im klinischen Umfeld
Für ausgewählte Arzneimittel im klinischen Einsatz wird die gedruckte Packungsbeilage durch eine digitale Fassung ersetzt. Diese steht strukturiert über eine App sowie über eine begleitende Webseite zur Verfügung. Über das Scannen des Barcodes auf der Umverpackung können Anwenderinnen und Anwender die jeweilige Packungsbeilage direkt aufrufen.
Zusätzlich werden produktspezifische Informationen sowie der voraussichtliche Zeitpunkt ausgewiesen, ab dem Packungen mit ausschließlich digitaler Packungsbeilage in Verkehr gebracht werden.
Mit dem Krankenhauspilot wird ein praxisnaher Beitrag zur Weiterentwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen und zur Förderung digitaler Informationsangebote im Gesundheitswesen geleistet.
Für mehr Informationen besuchen Sie die Projekt-Seite: www.di-gi-pilot.de oder den LinkedIn-Kanal.